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In zwei Blogbeiträgen habe ich von den umfangreichen Ergebnissen der Initiative des Klima- und Energiefonds Österreich zum Thema Speicher berichtet. Finden Sie hier bitte meinen Beitrag aus dem Elektrojournal 11/2016:

Klima- und Energiefonds Speicherinitiative: Sechs Empfehlungen

Anfang 2016 lud der Klima- und Energiefonds (Klien) 144 Speicher-ExpertInnen zu mehreren Workshops ein. Das Ziel dieser neuen „Speicherinitiative“ war es, den Status quo für Energiespeicher (v.a. Wärme & Strom) zu ermitteln und Handlungsempfehlungen zu geben, die Mitte Oktober in einem Abschlussbericht vorgestellt wurden. Meine Favoriten finden Sie hier:

  • Laufende Forschung und Entwicklung zukunftsweisender Zelltechnologien (Solid State, Magnesium, Lithium Luft), um die österreichische Technologiekompetenz in den Bereichen Zellchemie, Packs Assembling und Engineering weiter auszubauen.
  • Start österreichischer Demonstrationsprojekte für virtuelle Speicherlösungen mit zentralen Großspeichern bzw. „Quartierspeichern“.
  • Durchführung von Praxistests mit virtuellen Speicherkraftwerken. Hierbei werden 50-100 dezentrale PV Anlagen, die mit Heimspeichern ausgestattet sind, zu einem großen virtuellen Kraftwerk verknüpft. Ein Aggregator koordiniert dieses System und generiert Erlöse für Systemdienstleistungen oder durch die Teilnahme am Regelenergie– und am Spotmarkt.
  • Schaffung der passenden Rechtsgrundlagen und Normen. Insbesondere die Rückeinspeisung von zuvor gespeichertem Strom ist in der Netznutzungstarife-Verordnung nicht ausreichend abgebildet und behindert die Teilnahme von Heimspeichern am Regelenergiemarkt für positive Regelenergie.
  • Volkswirtschaftlicher und ökologischer Vergleich zwischen netzabhängiger– und Inselversorgung (Nanogrids). Besonders in abgelegenen Regionen kann sich das Konzept einer regionalen autarken Versorgung gegenüber einem Netzausbau dorthin bezahlt als finanziell vorteilhafter darstellen.
  • Kosten-Nutzen-Analyse von Netzverstärkung versus Netzentlastung durch Stromspeicher. Beispielsweise im Gebiet mit starkem Zubau kann die Netzentlastung durch Heimspeicher oder Quartierspeicher eine kostengünstigere Alternative zum Netzausbau sein.

Bereits heute dienen einige hundert Speichersysteme in Österreich der Maximierung der Eigenstromversorgung, als Notstrom-Backup  und zur Entlastung der Stromnetze. Die Mitglieder der Speicherinitiative rechnen auf Grund der Dynamik im Heimspeichermarkt auch in naher Zukunft mit einer Verbesserung der Gesamtwirkungsgrade und der Effizienz im Teillastbereich.

Weitere Informationen und ein Link zum Abschlussbericht finden Sie unter diesem Link: www.speicherinitative.at.

 

Klima- und Energiefonds

2017-09-26T15:41:49+00:00